Ergebnis 2:1 (2:0)
Derby im Kreispokal Oberhavel/Barnim
In der 3. Runde trafen mit den Falkenthaler Füchsen und dem Löwenberger SV zwei Kreisoberligisten aus der Gemeinde „Löwenberger Land“ aufeinander.
Die Gemeinde „Löwenberger Land“ entstand 1997 durch den Zusammenschluss von zehn Gemeinden. Mittlerweile gehören 17 Ortsteile dazu. Größter Ortsteil ist Nassenheide mit rund 1800 Einwohnern, gefolgt vom namensgebenden Ortsteil und Verwaltungssitz Löwenberg mit etwa 1300 Einwohnern. Und so gehört eben auch Falkenthal dazu. Die Plätze beider Vereine trennen gerade einmal zehn Kilometer.
Passend zum Derby waren 266 Zuschauer am Start. Für ein Spiel auf dieser Ebene ist das top. Solche Zahlen würden sich manche Oberligisten wünschen.
Das Spiel an sich war in der ersten Halbzeit grauenhaft (Ich glaube, in der zweiten Halbzeit hatte ich mich dann daran gewöhnt, und es ist mir nicht mehr so aufgefallen.). Der Platz war dermaßen holprig und die technischen Fähigkeiten der Spieler so begrenzt, dass der Ball die meiste Zeit unkontrolliert umherflog. Es kam kein wirklicher Spielfluss auf. Und doch war bei all dem der Löwenberger SV das deutlich bessere Team. Sie haben nur keine Tore erzielt. Die Falkenthaler Füchse hingegen benötigten nur zwei Angriffe und schon führten sie (unverdient) mit 2:0. Untermalt wurde das mit wechselnder Tormusik (auf die Gefahr hin, hier Fake News zu verbreiten, aber ich glaube, das erste war der niederländische EM-Hit „links rechts“).
Und zwei Kurzgeschichten von den Spielerbänken. Beim Gast hat sich ein Offizieller zu Spielbeginn eine Kippe angesteckt. Da ist der Schritt zum Halbzeit-Pils vielleicht nicht mehr weit. Und beim Heimteam hat mich die Einstellung vom Falkenthaler Trainer erfreut. Der Ball ist knapp im Aus (oder eben nicht) und der Linienrichter hebt die Fahne. Bemerkung vom Falkenthaler Trainer: „Nicht ganz aus!“ Über sich selbst etwas erschrocken folgt dann entschuldigend zum Linienrichter: „Sorry, deine Entscheidung“. Und ging von dannen. Dazu hat er noch einmal seinen laut meckernden Co-Trainer darauf hingewiesen, dass der gerade Quatsch erzählt hat und ihm die Fußballregel erklärt. So viel Sportsgeist und Verständnis für das Wesen des Spiels sehe ich leider selten. Wie oft erlebe ich stattdessen tobende Trainer an der Seitenlinie, die den Unparteiischen das Leben schwer machen. Von daher war mir das heute sehr sympathisch.
Der Löwenberger SV versuchte das Spiel in der zweiten Halbzeit noch zu drehen, und in der 85. Minute gelang verdientermaßen der Anschlusstreffer. Den Rest hat Falkenthal verteidigt (oder „wegverteidigt“, wie es neuerdings so schön heißt) und somit zieht das Heimteam ins Achtelfinale ein.
Das Stadion Fuchsbau finde ich ganz cool. Es gibt da einiges Vereinsgedöns mit Bannern wie “Einmal Fuchs, immer Fuchs”. Dazu hat es einen schönen Zuschauerhügel mit verschiedenen Sitzmöglichkeiten aus Holz und Metall. Und genug Platz für Stehplätze auf dem “Oberrang” gibt es auch noch.
Fazit: Schöner Ground mit guter Kulisse und spannendem Spiel
Tore
- 1:0 Robert Reimann 26.
- 2:0 Max Schläwicke 31.
- 2:1 Niklas Engel 85.
Aufstellung
FC Falkenthaler Füchse
- Pepe Baumgartlim Tor
- Robby Schaller
- Marlon Hilgert
- Max Schläwicke
- Stephan Pietsch
- Robin Dräger 75. Ben Lässig
- Maximilian Thiele 75. Philipp Benthin
- Robert Reimann
- Marek Krickhahn
- Andy Schiller 61. David Gatzke
- Georg Alexander Dehne
Trainer Sascha Habich
Löwenberger SV
- Robert Glassim Tor
- Niklas Engel
- Bryan Matthew Reich
- Lukas Salzwedel
- Andreas Sohny 61. Mathias Still
- David Glaub
- Tim Maasch
- Chris Heilmann 70. Stefan Elor
- Fin Neye
- Malte Nimtz
- Florian Glasow 61. Justin Trupke
Trainer Stefan Elor
Schiedsrichter Ben Schulze
Weitere Bilder
Persönliche Statistik
- Erstbesuch · Fuchsbau
- Ground #742 · #537 in Deutschland
- Fußball-Ground #597 · #433 in Deutschland
- Sportereignis #933 · #695 in Deutschland
- Fußballspiel #748 · #561 in Deutschland