MSV Ludwigshafen
-
ESV Ludwigshafen
2:1
(1:0)
100 Zuschauer
Fußball, Kreispokal Rhein-Pfalz (2025/26), Viertelfinale
Freier Eintritt
Ascheplatz
Meinem Eindruck nach steht Ludwigshafen nicht im Verdacht, einen Preis für städtebauliche Schönheit oder hohe Wohnqualität zu gewinnen. Die Stadt versprüht doch einen derben Charme. Würde sich Ludwigshafen nicht in der Metropolregion Rhein-Neckar, sondern irgendwo zwischen Gelsenkirchen und Oberhausen befinden, würde sie vermutlich auch dort nicht besonders positiv herausstechen. Wenn ich an Ascheplätze denke, kommt mir direkt der Ruhrpott in den Sinn. Und so passt es doch hervorragend, dass ich mein erstes Ascheplatz-Spiel im "Look-alike-Ludwigshafen" sehe.
Auf dem Sportplatz Kalmitstraße trafen im Viertelfinale des Kreispokals Rhein-Pfalz die Mundenheimer Spielvereinigung Ludwigshafen 1903 (MSV) und der Eisenbahner-Sportverein 1927 (ESV) aufeinander. Der MSV spielt aktuell in der B-Klasse Rhein-Pfalz und belegt dort den dritten Platz, während der ESV als Tabellenführer der A-Klasse eine Liga höher unterwegs ist. Die Favoritenrolle schien also klar verteilt.Auf dem Platz zeigte sich jedoch ein anderes Bild. Der MSV hatte mehr vom Spiel und die klareren Torchancen. Das 1:0 nach gut einer halben Stunde war absolut verdient. Auch in der zweiten Halbzeit blieb die Partie mindestens ausgeglichen, insgesamt ging der Sieg für den MSV aus meiner Sicht vollkommen in Ordnung.
Schon beim Spiel in Neupotz war mir die 10-Minuten-Strafe aufgefallen, die in der Pfalz angewendet wird. Heute auch wieder und das gleich dreimal. Zweimal kickten MSV-Spieler den Ball weg, obwohl das Spiel bereits unterbrochen war. Verdientermaßen gab es dafür Gelb, aber eben auch beide Male noch 10 Minuten oben drauf. Ja, Ballwegschlagen ist eine dumme und unnötige Aktion - aber ich finde, Gelb ist eine ausreichende Bestrafung. Na ja, der MSV hat es unbeschadet überstanden. Ein Spieler des ESV kassierte ebenfalls eine solche Strafe fürs Ballwegschlagen. Allerdings war bei ihm der Ball noch im Spiel, als er ihn weit in den Wald geklärt hat. Der Gegenspieler war zwar im Anmarsch, aber die Intensität nicht notwendig. Allerdings hätte ich nicht gedacht, dass das strafwürdig wäre. Denn wie gesagt, der Ball war bei der (übertriebenen) Klärungsaktion noch im Feld, das Spiel lief noch und es wurde auch niemand mutwillig abgeschossen oder so. Muss ich bei Gelegenheit mal einen Schiedsrichter bei mir im Verein dazu befragen. Der Sportplatz Kalmitstraße ist übrigens eine Perle. An beiden Seiten befinden sich sechs in die Jahre gekommene und mittlerweile windschiefe Steinstufen. Absolut sehenswert. Der äußere Bereich des Ascheplatzes wächst mit Gras zu - weiß nicht, ob das schon unter Hybrid zählt. Beim Kneipenwirt hab ich beim Bier holen gefragt, ob da Pfand drauf ist. Seine Antwort: "Nee, bei uns hier ist es noch normal". Okay.Der Eintritt war erstaunlicherweise frei, die Partie ganz gut besucht. Es waren gut Emotionen in der Partie, aber das Spiel an sich war sehr fair. Dazu spannend bis zur letzten Sekunde. Top!
Aufstellung:
MSV Ludwigshafen:Trainer: Berkan Celik
ESV Ludwigshafen:
Trainer: Denis Rothweiler
Tore:
2:0 Ioannis Babas (53.)
2:1 Hasan Semih Yüceer (90.+1)
Gelb-Rote Karte:
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