Oranienburger HC
-
EHV Aue
25:28
(14:14)
Trommelfell
Das Winterwetter in Berlin und Brandenburg lässt einfach keinen Fußball zu. Letzte Woche musste ich auf Volleyball ausweichen, heute ging es nun zum Handball. In der 3. Liga Nord-Ost trafen der Oranienburger HC und der EHV Aue aufeinander.
Der Oranienburger HC kämpft aktuell um den Klassenerhalt. Bereits im November wurde der damalige Coach Armands Uscins, Vater des deutschen Nationalspielers Renars Uscins, nach verhaltenem Saisonauftakt entlassen. Viel besser wurde es mit dem neuen Trainer Damir Eklic aber auch nicht. Und so stand der OHC vor diesem Spiel auf dem drittletzten Tabellenplatz.
Beim Gast aus dem Erzgebirge, dem EHV Aue, läuft es da deutlich besser. Mit einer Serie von sieben Siegen standen sie vor dem Spiel auf Platz vier, dicht hinter dem Spitzentrio. Die Partie war somit Abstiegs- gegen Aufstiegskampf.Der OHC spielt in der MBS-Arena (MBS = Mittelbrandenburgische Sparkasse), die Teil der TURM ErlebnisCity ist. Die Halle ist eine solide Mehrzweckanlage, mit einer Kapazität von knapp über 1.000 Zuschauern. Heute kamen 902 Fans, was ich für die 3. Liga und den mauen Tabellenplatz als respektablen Wert finde. Ein hoher Anteil der Zuschauer hatte Fankleidung an und dementsprechend war auch die Stimmung. Es war ein ganz anderer Eindruck als das Drittliga-Spiel im Januar im Homburg – das war eine Turnhalle mit gerade mal 128 Zuschauern auf den Rängen.
In der MBS-Arena gibt es auf der einen Seite eine große Tribüne und auf der anderen eine eher kleine mit gerade mal vier Sitzreihen. Ich hatte nicht erwartet, dass die Halle so gut gefüllt sein würde und erst kurz vorher die Ticketlage gecheckt. Da waren dann nur noch wenige Plätze frei (definitiv unter 100, wie die Differenz von Hallenkapazität und Zuschauerzahl vermuten lässt). Und so hab ich zwei Karten für meine Mutter und mich auf der großen Tribüne in Reihe 4 erstanden. Was ich im Handball immer versuche zu vermeiden, ist die Nähe zu einem Fanblock. Die trommeln einem schlicht das Ohr kaputt. Na ja was soll ich sagen, unsere Plätze waren exakt hinter dem OHC-Fanblock und deren acht Trommlern. Völlig verrückt, die hämmern 30 Minuten ununterbrochen aufs Trommelfell (ja so heißt der "Stoff" auf den man bei der Trommel haut). Völlig egal ob Angriff oder Verteidigung. Die Schlagfrequenz variiert da etwas aber grundsätzlich machen die durchgehend Krach. Ich kann damit nix anfangen. Manchmal fühlt es sich an wie Stimmung, aber eigentlich denke ich, "seid einfach mal eine Minute ruhig oder benutzt eure eigenen Stimmbänder statt fremde Trommelfelle". Die erste Halbzeit haben wir es ertragen, sind dann aber zur zweiten Halbzeit auf die gegenüberliegende Seite geflüchtet. Da war es viel besser, nahe an den Spielerbänken, auch top Sicht – und kein Krach. Also falls ich nochmal hingehe, weiß ich wo ich sitzen werde. Das Spiel war in der ersten Halbzeit ausgeglichen. Mal führte der eine, mal der andere. Mit 14:14 ging es in die Pause. Nach dem Wechsel zog Aue weg. Oranienburg kämpfte verbissen, kam immer wieder auf ein oder zwei Tore heran, aber es reichte nicht. Eine Viertelstunde vor Schluss kippte die Partie endgültig in Richtung der Gäste. Am Ende hieß es 25:28 und damit Auswärtssieg für die Erzgebirgler.Fazit: Schöne Halle, gut was los und ein spannendes Spiel. Hat Spaß gemacht.
Aufstellung:
Oranienburger HC:Trainer: Damir Eklic
EHV Aue:
Trainer: Uwe Jungandreas
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Externe Berichte:
- kicker online Oranienburger HC zieht Hoffnung aus Niederlage gegen Aue
- handball-world.news Oranienburger HC: Abstiegskampf mit neuem Chefcoach
Die Saison
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