Zum Abschluss des Freiburg-Sonntages stand die Erstliga-Partie des SC Freiburg gegen den FSV Mainz 05 an. Der SC Freiburg ist ein Bundesliga-Urgestein. Mit Ausnahme einer Saison sind sie seit 2001/02 dabei. Für den FSV Mainz ist es hingegen die Premierensaison. In der Saisonvorschau beim Rasenfunk-Podcast tippten alle Anwesenden Mainz auf den letzten Platz. Natürlich ist das immer auch ein bisschen Glaskugellesen, für eine erste Einordnung aber durchaus interessant. Nach den bisherigen drei Spieltagen steht Freiburg mit vier Punkten im Mittelfeld, Mainz mit null Punkten am vorhergesagten Tabellenende.
Die heutige Partie ging mit 3:0 an Freiburg und man könnte sagen: „Wie erwartet.“ Aber das trifft das Spiel überhaupt nicht. Ich glaube, Freiburg wusste selbst nicht so genau, wie sie hier so hoch gewinnen konnten. Mainz hat aus meiner Sicht überragend gespielt. Jeder Angriff wurde mutig und geradlinig nach vorne gebracht und die Mainzerinnen kamen zu etlichen Abschlüssen. Was sie nur „vergessen“ haben, war, die Dinger auch zu versenken. Und Chancen waren definitiv genug da.
Freiburg hat es hingegen genau andersherum gemacht. Eher verhalten gespielt und beim 1:0 einen Fehler der Mainzerinnen eiskalt ausgenutzt. Das zweite und dritte Tor waren dann schon ziemlich schön reingezierkelt. Und so scheiterte Mainz letztlich an der eigenen Abschlussschwäche und ein paar zu teuren Fehlern in der Abwehr. Das Ergebnis sah am Ende deutlich aus, das Spiel selbst war es keineswegs.
Seit dem Umzug der Männermannschaft 2021 vom Dreisamstadion ins neue Europa-Park-Stadion spielen nun die Frauen hier. Im September 2001, also vor ziemlich genau 25 Jahren, war ich selbst schon mal im Dreisamstadion. Damals im Gästeblock, als der F.C. Hansa Rostock dort gespielt hat. Ich weiß noch, dass es ein recht glücklicher Auswärtspunkt war.
Nach so langer Zeit und mit der heutigen Perspektive von der Haupttribüne war das gefühlt ein neuer Ground. Und ich wusste gar nicht, dass der Platz hier Gefälle hat. Von links nach rechts geht es einfach mal den „Berg“ hoch. Vor Ort lässt sich das ganz wunderbar an der Werbebande auf der Gegengerade erkennen: Die wird von links nach rechts immer kleiner.
Das Stadion fasst 24.000 Zuschauer, heute waren knapp 1.600 vor Ort. In der vergangenen Saison lag der Schnitt bei 3.265. Bei der Zweiten der Männer sind es vermutlich nicht mehr. Ich dachte immer, dass solche großen Stadien ordentlich Geld in der Unterhaltung kosten. Aktuell wird auch kräftig am Stadion beziehungsweise vor dem Stadion gebaut. Aber nach Rückbau sieht das nicht gerade aus. So wie ich es lese, bleibt das Stadion tatsächlich so groß, wie es ist. Irgendwie ja schön, so ganz verstehe ich es aber trotzdem nicht. Muss ich aber auch nicht. Ich gehe einfach mal davon aus, dass der SC Freiburg das nachhaltig geplant hat.
Trotz der nur rund 1.600 Zuschauer fand ich die Stimmung ganz okay. Dazu war es, vor allem initiiert durch die Mainzerinnen, ein unterhaltsames Spiel. Und ich hatte nach 25 Jahren ein Wiedersehen mit einem ziemlich schicken Stadion. Das war ein schöner Abschluss meines heutigen Freiburgausfluges.
Tore
- 1:0 Ilayda Acikgöz 27.
- 2:0 Carina Brunold 75.
- 3:0 Emma Memminger 83.
Aufstellung
SC Freiburg
- Anna Reimannim Tor
- Lisa Kolb 60. Johanna Hebben
- Alina Axtmann
- Jana Vojtekova
- Emma Memminger
- Alena Bienz 79. Selina Vobian
- Maj Schneider
- Ilayda Acikgöz 87. Weena Simmen
- Sabah Seghir 60. Carina Brunold
- Luca Birkholz
- Amira Arfaoui 79. Borbala Vincze
Trainer Marco Konrad
FSV Mainz 05
- Mamiko Matsumotoim Tor
- Kara Bathmann 84. Lara Martin
- Johanna Berg
- Sabina Jackson
- Saskia Matheis 84. Suguri Hashitani
- Yurina Imai
- Rio Takizawa
- Gentiana Fetaj 84. Vital Kats
- Emma Junold 73. Ivana Slipcevic
- Chiara Bouziane 68. Leonie Stöhr
- Mattson Strickler
Trainer Takashi Yamashita
Schiedsrichter Daniela Kottmann
Weitere Bilder
Die Saison
- Wikipedia Fußball-Bundesliga 2026/27 (Frauen)
Persönliche Statistik
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