SV Rust
-
FV Muggensturm
5:2
(3:1)
Achterbahn
Wenn es im Mai endlich warm wird und man in Badeschlappen auf den Fußballplatz gehen kann, beenden die meisten Ligen bereits ihre Saison. Da lobe ich mir den Südbadischen Fußballverband: Dort wird die Spielzeit bis zum letzten Juni-Wochenende ausgereizt. So stand heute das Hinspiel der Aufstiegsrelegation zwischen den Tabellenzweiten der Bezirksligen Baden-Baden und Offenburg auf dem Programm. Der SV Rust und der FV Muggensturm spielen den letzten freien Platz in der Landesliga 1 aus.
Rust
Das Hinspiel fand im Allmendwaldstadion in Rust statt. Den Ort kennt man natürlich vor allem wegen des Europa-Parks. Rust selbst hat rund 4.900 Einwohner, gleichzeitig besuchen täglich 20.000 bis 30.000 Menschen den Freizeitpark. Dadurch verschmelzen Ort und Park irgendwie zu einer Einheit.
Passend dazu war auch das heutige Spiel in eine Achterbahn-Silhouette eingebettet. Direkt hinter der Gegengeraden erhebt sich der Silver Star, die höchste und schnellste Achterbahn Deutschlands. Mit jeder Fahrt hallen die Schreie der Fahrgäste über das Stadion. Allein dieses außergewöhnliche Ambiente machte den Besuch im Allmendwaldstadion schon lohnenswert.
Fans
Der FV Muggensturm hatte einen eigenen Fanbus organisiert, dazu waren zahlreiche Gästefans privat angereist. Ich schätze, dass sich über 100 gelbe Trikots auf der Gegengeraden versammelt hatten. Beim Einlaufen der Mannschaften wurden die ersten Rauchtöpfe gezündet, später folgten noch einige weitere. Von Muggensturmer Seite war das ein absolut würdiger Relegationsauftritt.
Beim SV Rust sorgte die Drei-Mann-Kombo des „Ruaschter Pöbel“ zumindest ansatzweise für Stimmung. Eigentlich war es sogar nur einer, der dauerhaft engagiert war – die anderen beiden stimmten nur gelegentlich mit ein. Ansonsten war für ein so wichtiges Heimspiel erstaunlich wenig Heimpublikum da. Das fand ich schon etwas verwunderlich. „Aber vermutlich mussten die alle noch im Park arbeiten.“ Ein Spruch, der hier wahrscheinlich schon unzählige Male gefallen ist. In der zweiten Halbzeit unterhielt ich mich kurz mit einem Muggensturmer Fan. Der war trotz des zwischenzeitlichen 1:4-Rückstands erstaunlich entspannt. Den Aufstieg würde er zwar gerne mitnehmen, meinte aber, aus Fansicht sei die Bezirksliga eigentlich attraktiver – kürzere Auswärtsfahrten und deutlich mehr Derbys.
Spiel
Der FV Muggensturm ging bereits in der zweiten Minute in Führung. Das sorgte natürlich sofort für gute Stimmung auf den „Rängen“. Bis zur Pause hatte Rust die Partie allerdings in eine 3:1-Führung gedreht. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gastgeber sogar auf 5:1, ehe Muggensturm per Elfmeter noch zum 5:2-Endstand verkürzte.
Das Ergebnis klingt am Ende deutlicher, als es sich vor Ort angefühlt hat. Ich fand Rust gar nicht so viel stärker. Der entscheidende Unterschied war, dass die Gastgeber ihre Chancen konsequent nutzten, während Muggensturm selbst mit besten Gelegenheiten am Ruster Torhüter scheiterte. Nach diesem Auftritt sehe ich Muggensturm im Rückspiel definitiv nicht chancenlos.
Leider bin ich am Wochenende des Rückspiels nicht vor Ort. Das entscheidende Spiel muss also ohne mich stattfinden.
Tore:
1:1 Victor Draghici (15.)
2:1 Vincent Sobczyk (20.)
3:1 Santiano Grösser (45.)
4:1 Nando Schoner (54.)
5:1 Vincent Sobczyk (70.)
5:2 Nurdogan Gür (74.)
Weitere Bilder
Externe Berichte:
Persönliche Statistik:
- Mein 795. Ground (inkl. aller Sportarten)
- Mein 639. Fußball-Ground
- Mein 583. Ground in Deutschland
- Mein 469. Fußball-Ground in Deutschland
- Mein 602. Fußballspiel in Deutschland
- Mein 798. Fußballspiel insgesamt
- Mein 753. Sportereignis in Deutschland
- Mein 1001. Sportereignis insgesamt